Matzelier Schmuck-Kunst
          Matzelier                           Schmuck-Kunst

Zu meiner Arbeitsweise an den Bildern:

 

Ich habe meine neuen Bilder Cyanographagen genannt, eine Wortschöpfung aus Cyan- Blau- Cyanotypie- eine zu Blau auszuentwickelnde fotoempfindliche Schicht-, (Graph)ik, das Zeichnerische und Coll(agen) und Fotomontagen, die im Zusammenspiel meine Bilder ergeben. Ich zeichne, male in direkter Art mit Licht, draußen und im Atelier, schichte Dinge auf Papier, Positive und Negative, lasse Licht und Zeit arbeiten, verändere, hole hervor, unterstütze. Es ist wie eine Collage ohne Klebe. Dabei hat mich immer die Transparenz fasziniert, die bei einer Collage schwer zu erreichen ist. Eine Fotomontage auf eine neue Art im Zusammenspiel mit der graphischen Umarbeitung zu neuen Sichtweisen und ungewöhnlichen Zusammenhängen. 

Schichtungen werden sichtbar, Tiefe wird erzeugt, Spiegelungen, Reflexe ergeben Formen, es werden Dinge sichtbar, die nicht vorhanden sind, Strukturen werden von den Objekten gelöst und übertragen: Wahrnehmungsplacedos, wie ich einen Teil meiner Bilder genannt habe. Ich baue assoziativ, lege an, greife auf, lasse mich leiten und setze andererseits Prioritäten, um daran Leitfäden zu knüpfen- zielführend.

Was soll man in dieser Stadt schon machen, als sich mit Ernst'l ( Max Ernst, ich schätze ihn sehr) auseinanderzusetzen, zu experimentieren, Dada und Surrealistisches sind präsent. 

Schatten und Lichtspiele werden eingefangen, gezeichnet, zu Schablonen verarbeitet und ins Bild gesetzt. Der Farbauftrag geschieht mit Hilfe von natürlichen und geschnittenen Schablonen, zu Motiven arrangiert, übereinander geschichtet oder aneinander gesetzt, Verschiebungen zeugen von Bewegung und Zeit.

Fetzen, Müll, Triviales erhalten ihren Platz im Bild. Zerrissenheit, vielschichtige Welt, ein Puzzle, Ausschnitte, Anordnungen aus unendlichen Möglichkeiten.

Formen der Dreidimensionalität. Der gekrümmte Raum? Variationen, Ausschnitte aus Realitäten -- Bildrealität.

Gearbeitet wird nicht nach Fotos, sondern mit der fotographischen Belichtung - Fotogramme (Man Rays Arbeiten inspirieren nicht nur während der Ausstellung im Max Ernst Museum), eingebunden in eine schablonierte andere Bildwelt, die Linie führt zur Fläche, sie birgt den Raum.

Seit einiger Zeit experimentiere ich mit dem anaglyphischen 3-D-Verfahren, der Verdoppelung des Motivs in 2 Farbanteile, die mit entsprechender Brille zur Deckung gebracht räumlich plastische Wirkungen hervorbringen, ein Verfahren, was aus Film und Comic bekannt ist. Dabei interessiert mich nicht die vermeintliche Perfektion der Medien, sondern eher die optische Verwirrung des Betrachters. Eine Erweiterung der Arbeitsweise habe ich speziell für die Ausstellung in der Orangerie, diesen lang gestreckten Gewölberaum entwickelt. So ist die Malfläche gekrümmt, dreidimensionale Bilder befinden sich auf der Krümmung, eines tektonischen Elements, der Raum wird überspannt, Bild und Architektur interagieren. Der Betrachter kann auch mit Hilfe der 3-D-Brille in einen spielerischen Wahrnehmungsprozess mit den Bildwerken und dem gesamten Ausstellungsraum und seiner Tektonik eintreten.

Vorerfahrungen aus dem Drachenbau halfen bei der Gestaltung.

 

 

                     

                                                                                               Brühl, im November 2013

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